Methodologie

Methodologie

zum Hintergrund des Forschungsschwerpunkts

Intuition und Improvisation sind bedeutsame Aspekte gestalterischer Prozesse. Diese unplanbaren Elemente verfügen über eine besondere Qualität, die zur Lösung komplexer Herausforderungen in vielen Fällen unerlässlich sind. Gleichermaßen bedarf eine gewissenhafte und wirtschaftlich planbare Gestaltungsleistung auch immer belastbarer Erkenntnisse, auf denen gestalterische Entscheidungen und strategische Prozesse fußen können. Dieses Fundament kann aus theoretischen, heuristischen oder empirischen Quellen hervorgehen. Meist ist dabei eine Kombination aller Quellenarten sinnvoll und zielführend. Das Institut für Designforschung folgt der Überzeugung, dass belastbare Erkenntnisse notwendiges Mittel sind, um in der gestalterischen Disziplin nachhaltig erfolgreich zu sein. Es folgt damit in weiten Teilen den Grundannahmen von Ansätzen wie dem Evidence-based Design (Hamilton, 2003) und der Research-driven Design Approach (Visocky O‘Grady, 2017). Neben den Erkenntnissen als Grundlage gestalterischer Prozesse bedarf die Gestaltung in weiten Teilen ihres Handlungsradius der Methodik als strategische Leitlinie, um planbar, kalkulierbar und organisierbar handeln zu können. Dies steigert in vielen Fällen die Qualität der Entwürfe ebenso wie die transdisziplinäre Anschlussfähigkeit der Disziplin und fördert damit ihren Stellenwert und Handlungsspielraum. Somit führt das IDF den Methoden-Diskurs in den gestaltenden Disziplinen weiter (siehe z.B. Bonsiepe et al., 2012; Cross, 1993; 2007; Vries et al., 1993).

Der Bereich Methodologie am IDF befasst sich in diesem Zusammenhang besonders mit der Entwicklung, Evaluation und Vermittlung von Methodik im und über das Design als Fachdisziplin und Herangehensweise. Hieraus entstand auch die cesar-Methodik (Philipps, et al., 2019). Sie beschreibt ein transdisziplinäres Verfahren zur Erforschung und Entwicklung innovativer Lösungen für unterschiedliche Einsatzgebiete. Verwendungsbereiche dieser Methodik sind neben klassischen Gestaltungsdisziplinen wie dem Design und der Architektur auch die Entwicklungsbereiche der Ingenieurswissenschaften sowie die Unternehmensberatung. Primäres Ziel der cesar-Methodik ist es, aufbauend auf einem präzisen und umfassenden Verständnis des zu thematisierenden Kontextes, einen Bedarf zu identifizieren und diesen mittels innovativer Lösungen moderiert und strukturiert zu decken.

Projekte im Forschungsschwerpunkt

→ cesar

 

Kontakt

Prof. Tom Philipps

Gründungsmitglied

Professur Entwerfen und Technisches Design

E-Mail

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Teresa Laura Novotny

Wissenschaftliche Mitarbeiterin 

Nachhaltige Entwicklung

E-Mail

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Publikation

Die cesar Methodik. Hybridmodell für strukturierte Innovations- und Designprozesse. (2019). Philipps, T; Rehn, J.; Hoffmann, B.; García García, A.M.; Novotny,  T.L.

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